Unterrichtsreihe: Zelle, Chromosomen, DNA (Klasse 9/10)
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Die Reihe führt vom Mikroskop über den Bau der Zelle und ihre Organellen zum Zellkern, zu den Chromosomen und schließlich zur DNA-Doppelhelix. Sie legt damit die Grundlagen für die Reihen Zellteilung: Mitose und Meiose und Vererbung: Mendel und Mensch. Alle Materialien sind frei verfügbare Seiten von genzukunft.de mit Abbildungen, Aufgaben und Erwartungshorizonten.
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Zielgruppe | Klasse 9/10 (Sekundarstufe I); auch als Wiederholung zu Beginn der Oberstufe geeignet |
| Umfang | 6 Doppelstunden à 90 Minuten |
| Vorwissen | Kennzeichen des Lebendigen, Zellen als Bausteine von Lebewesen (aus Klasse 5/6), Umgang mit Maßeinheiten (mm, µm) |
| Leitfrage | Wo und wie ist die Erbinformation in einer Zelle gespeichert? |
| Ausstattung | Lichtmikroskope, Objektträger, Deckgläser, Pipetten, Küchenzwiebel (Doppelstunde 1); Whiteboard oder Beamer; Tablets für die interaktiven Elemente (optional) |
| Lernkontrolle | Mikroskopierzeichnung mit Protokoll, Übungsklausur im Klausurtrainer, Selbsttests der Themenseiten |
Kompetenzbereiche nach den KMK-Bildungsstandards
- Sachkompetenz: Bau von Zellen, Organellen, Zellkern, Chromosomen und DNA beschreiben und Funktionen erklären (Struktur und Funktion).
- Erkenntnisgewinnung: mikroskopieren, ein Frischpräparat herstellen, Größen abschätzen, das Acetabularia-Experiment auswerten, mit Modellen arbeiten (Doppelhelix, Oberfläche-Volumen-Verhältnis).
- Kommunikation: Fachbegriffe sicher verwenden, Schemazeichnungen beschriften, Ergebnisse in Tabellen und einer Concept Map darstellen.
- Bewertung: Aussagen beurteilen, etwa die Werbung für ein „Anti-Aging“-Mittel mit Telomerase oder die Darstellung von Rosalind Franklin in einem Schulbuch.
Die Doppelstunden im Überblick
| Nr. | Thema | Schwerpunkt | Zentrale Seiten |
|---|---|---|---|
| 1 | Das Mikroskop – Zellen sichtbar machen | Erkenntnisgewinnung: mikroskopieren | Das Mikroskop, Licht- und Elektronenmikroskop |
| 2 | Die Zelle – Grundbauplan, Tier- und Pflanzenzelle | Sachkompetenz: vergleichen | Die Zelle, Tierzelle und Pflanzenzelle |
| 3 | Organellen – Arbeitsteilung in der Zelle | Sachkompetenz: Struktur und Funktion | Aufgaben der Zellbausteine, ER und Golgi-Apparat, Mitochondrien |
| 4 | Der Zellkern – Steuerzentrale der Zelle | Erkenntnisgewinnung: Experiment auswerten | Kern und Kernhülle, Acetabularia-Experiment |
| 5 | Chromosomen – verpackte Erbinformation | Sachkompetenz: Fachbegriffe abgrenzen | Chromosomen, Chromatid, Chromosom, Chromatin |
| 6 | Die DNA – Bau und Verdopplung | Modelle nutzen und bewerten | Wie sieht die DNA aus?, DNA-Replikation |
Abkürzungen in den Verlaufstabellen: EA = Einzelarbeit, PA = Partnerarbeit, GA = Gruppenarbeit, UG = Unterrichtsgespräch, LV = Lehrkraftvortrag. Auf schmalen Bildschirmen lassen sich die Tabellen seitlich verschieben.
Doppelstunde 1: Das Mikroskop – Zellen sichtbar machen
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- benennen die Bauteile eines Lichtmikroskops und beschreiben ihre Aufgaben,
- berechnen die Gesamtvergrößerung und schätzen die Größe von Zellen ab,
- stellen ein Frischpräparat der Zwiebelhaut her und mikroskopieren nach festen Regeln,
- erklären, warum man Ribosomen im Lichtmikroskop nicht sehen kann.
| Phase | Zeit | Inhalt / Aktivität | Sozialform | Material |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 10 min | Impuls aus dem Einstieg der Seite: Eine Zelle der Mundschleimhaut ist etwa einen zwanzigstel Millimeter groß. Wie können wir sie sehen? Vorwissen sammeln. | UG | Das Mikroskop |
| Erarbeitung I | 20 min | Bauteile und Weg des Lichts mit Abb. 1 erarbeiten; Gesamtvergrößerung berechnen (Abschnitt „Vergrößerung berechnen“). | EA, PA | Das Mikroskop: Abb. 1, Aufg. 1–2 |
| Praxis | 35 min | Frischpräparat der Zwiebelhaut nach Anleitung herstellen, nach den Regeln „Mikroskopieren – Schritt für Schritt“ untersuchen, eine Zelle zeichnen und beschriften. | PA | Das Mikroskop; Mikroskope, Zwiebel, Objektträger, Deckgläser, Pipette |
| Sicherung | 15 min | Größe der Zellen abschätzen und typische Fehler besprechen (Luftblasen). | UG | Das Mikroskop: Aufg. 3 und 5 |
| Ausblick | 10 min | Grenze des Lichtmikroskops: Was sieht man womit? Abb. 2 (Größenskala) deuten; Licht- und Elektronenmikroskop kurz vergleichen. | UG | Das Mikroskop: Abb. 2, Aufg. 4; Licht- und Elektronenmikroskop |
Hausaufgabe und Differenzierung
Hausaufgabe: Aufgabe 6 auf Das Mikroskop (Rat zum Elektronenmikroskop beurteilen) oder der Selbsttest der Seite; Zeichnung aus der Praxisphase fertigstellen.
- Basis: Zeichenvorlage mit vorgegebenen Beschriftungslinien; beim Präparat arbeiten Tandems mit verteilten Rollen (Präparieren, Mikroskopieren, Zeichnen).
- Vertiefung: Geschichte des Mikroskops mit Aufgabe 4 (Quellenkritik zur Erfinderfrage); Licht- und Elektronenmikroskop (TEM und REM); Vertiefung „Auflösungsgrenze nach Abbe“ auf Das Mikroskop.
- Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe wiederholen: Karteikarten „Das Mikroskop“.
Doppelstunde 2: Die Zelle – Grundbauplan, Tier- und Pflanzenzelle
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- beschreiben die Zelle als kleinste Einheit des Lebens und nennen Aussagen der Zelltheorie,
- vergleichen Tier- und Pflanzenzelle anhand von Kriterien,
- unterscheiden Prokaryoten und Eukaryoten anhand ihres Aufbaus,
- erklären mit dem Verhältnis von Oberfläche zu Volumen, warum Zellen klein sind.
| Phase | Zeit | Inhalt / Aktivität | Sozialform | Material |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 10 min | Zeichnungen der Zwiebelhaut aus Doppelstunde 1 mit der Tierzelle im Schema vergleichen: Was hat die Pflanzenzelle, was der Tierzelle fehlt? | UG | Zeichnungen; Tierzelle und Pflanzenzelle: Abb. 1 |
| Erarbeitung I | 25 min | Tier- und Pflanzenzelle mit Abb. 1 von „Die Zelle“ und der Übersicht auf „Tierzelle und Pflanzenzelle“ vergleichen; eigene Vergleichstabelle mit Kriterien anlegen. | PA | Die Zelle: Abb. 1; Tierzelle und Pflanzenzelle |
| Sicherung | 10 min | Bestandteile nur der Pflanzenzelle; Befund der Zwiebelhaut ohne Chloroplasten erklären. | UG | Die Zelle: Aufg. 1 und 3 |
| Erarbeitung II | 25 min | Arbeitsteilig: Gruppe A Prokaryoten und Eukaryoten (Abb. 2, Bakterienzelle), Gruppe B „Warum sind Zellen so klein?“ mit Würfelrechnung. | GA | Die Zelle: Aufg. 2 und 5 (A), Aufg. 4 (B) |
| Sicherung | 15 min | Gruppen stellen vor; gemeinsamer Merksatz zu Pro- und Eukaryoten und zum Oberfläche-Volumen-Verhältnis. | GA, UG | Ergebnisse der Gruppen |
| Abschluss | 5 min | Drei Fragen aus dem Selbsttest als Blitzlicht. | EA | Die Zelle: Selbsttest |
Hausaufgabe und Differenzierung
Hausaufgabe: Aufgabe 2 auf Tierzelle und Pflanzenzelle (Warum welkt eine Topfpflanze?) oder Aufgabe 6 auf Die Zelle (Sind Viren Lebewesen?).
- Basis: Vergleichstabelle mit vorgegebenen Kriterien (Zellwand, Vakuole, Plastiden, Zellkern); Würfelrechnung mit Rechenschema.
- Vertiefung: Zellplasma (Zytoplasma, Zytosol, Zytoskelett); Vertiefung „Die Biomembran: das Flüssig-Mosaik-Modell“ auf Die Zelle; Aufgabe 5 auf Tierzelle und Pflanzenzelle.
- Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Die Zelle“ und Karteikarten „Tierzelle und Pflanzenzelle“.
Doppelstunde 3: Organellen – Arbeitsteilung in der Zelle
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- nennen die wichtigsten Organellen und beschreiben ihre Aufgaben,
- erklären am Weg eines Exportproteins, wie raues ER, Golgi-Apparat und Vesikel zusammenarbeiten,
- stellen Zellatmung und Fotosynthese als Wortgleichung dar und ordnen sie Mitochondrien und Chloroplasten zu,
- erläutern, warum stark beanspruchte Zellen bestimmte Organellen in großer Zahl besitzen.
| Phase | Zeit | Inhalt / Aktivität | Sozialform | Material |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 10 min | Einstiegstext von „Aufgaben der Zellbausteine“: Tausende Reaktionen gleichzeitig. Vergleich der Zelle mit einer Fabrik sammeln und Grenzen des Vergleichs festhalten. | UG | Aufgaben der Zellbausteine |
| Erarbeitung I | 25 min | Gruppenpuzzle, Expertengruppen: (1) Zellkern und Ribosomen, (2) raues und glattes ER, Golgi-Apparat, (3) Mitochondrien und Chloroplasten, (4) Lysosomen und Vakuole. Ergebnis: Steckbrief je Organell. | GA | Aufgaben der Zellbausteine: Abschnitt „Organellen und ihre Aufgaben“; ER und Golgi-Apparat; Mitochondrien |
| Erarbeitung II | 20 min | Stammgruppen: Weg eines Exportproteins mit Abb. 1 nachzeichnen und auf ein Verdauungsenzym der Bauchspeicheldrüse übertragen. | GA | Aufgaben der Zellbausteine: Abb. 1, Aufg. 3 |
| Sicherung | 15 min | Organellen zuordnen; Wortgleichungen für Zellatmung und Fotosynthese an der Tafel. | UG | Aufgaben der Zellbausteine: Aufg. 1 und 2 |
| Transfer | 15 min | Befunde erklären: viel raues ER in der Bauchspeicheldrüse, viele Mitochondrien bei Ausdauersportlerinnen. | PA | Aufgaben der Zellbausteine: Aufg. 4 und 5 |
| Abschluss | 5 min | Exit-Ticket: ein Organell und seine Aufgabe in einem Satz. | EA | – |
Hausaufgabe und Differenzierung
Hausaufgabe: Selbsttest auf Aufgaben der Zellbausteine; Steckbriefe der Expertengruppen ins Heft übertragen.
- Basis: Nur die Expertengruppen 1–3; Steckbrief-Vorlage mit Leitfragen (Bau, Aufgabe, Beispielzelle).
- Vertiefung: Endosymbiontentheorie (Vertiefung und Aufgabe 6 auf Aufgaben der Zellbausteine); Aufgabe 4 auf Mitochondrien (Vererbung der Mitochondrien-DNA); Aufgabe 4 auf ER und Golgi-Apparat (Markierungsversuch auswerten).
- Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Aufgaben der Zellbausteine“.
Doppelstunde 4: Der Zellkern – Steuerzentrale der Zelle
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- beschreiben den Bau des Zellkerns mit Kernhülle, Kernporen, Kernkörperchen und Chromatin,
- erklären die Aufgaben des Zellkerns,
- werten die Amputations- und Pfropfversuche mit der Schirmalge Acetabularia aus,
- beurteilen die Reichweite der Schlussfolgerungen aus Hämmerlings Versuchen.
| Phase | Zeit | Inhalt / Aktivität | Sozialform | Material |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 10 min | Problemfrage aus dem Einstieg der Seite: Wie passen rund zwei Meter DNA in einen Kern von 5 bis 10 Mikrometern, und wer kontrolliert, was hinein- und hinausgeht? Vermutungen sammeln. | UG | Kern und Kernhülle |
| Erarbeitung I | 20 min | Bau des Zellkerns mit Abb. 1; beschriftete Skizze anfertigen. | EA | Kern und Kernhülle: Abb. 1, Aufg. 1–2 |
| Erarbeitung II | 30 min | Hämmerlings Versuche: Bau der Schirmalge, Amputationsversuch, Pfropfversuch. Vor dem Ergebnis eine eigene Vorhersage notieren, dann mit Abb. 1 vergleichen. | PA | Acetabularia-Experiment: Abb. 1, Aufg. 1–3 |
| Sicherung | 15 min | Schlussfolgerung formulieren und den Übergangshut deuten; Aussage einer Mitschülerin zur Reichweite der Versuche beurteilen. | UG | Kern und Kernhülle: Abb. 2, Aufg. 4; Acetabularia-Experiment: Aufg. 5 |
| Transfer | 10 min | Große Kernkörperchen in enzymbildenden Zellen erklären. | PA | Kern und Kernhülle: Aufg. 3 |
| Abschluss | 5 min | Zwei Quizfragen aus dem Selbsttest. | EA | Kern und Kernhülle: Selbsttest |
Hausaufgabe und Differenzierung
Hausaufgabe: Aufgabe 5 auf Kern und Kernhülle (Vor- und Nachteile roter Blutkörperchen ohne Zellkern).
- Basis: Versuchsablauf als Bildkarten zum Ordnen; Satzanfänge für die Auswertung („Der neue Hut entspricht …, weil …“).
- Vertiefung: Kernporen mit Aufgabe 2 (Experiment zum Kernimport); Vertiefung „Der Kernporenkomplex“ und Aufgabe 6 auf Kern und Kernhülle.
- Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Kern und Kernhülle“ und Karteikarten „Acetabularia-Experiment“.
Doppelstunde 5: Chromosomen – verpackte Erbinformation
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- beschreiben den Bau eines Chromosoms mit Chromatiden, Centromer und Telomeren,
- unterscheiden Chromatin, Chromatid und Chromosom sowie Ein- und Zwei-Chromatid-Chromosomen,
- erklären, was homologe Chromosomen sind, und werten ein Karyogramm aus,
- ermitteln Chromosomen- und Chromatidenzahlen für verschiedene Phasen.
| Phase | Zeit | Inhalt / Aktivität | Sozialform | Material |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 10 min | Chromatin, Chromatid, Chromosom: Die drei Begriffe stehen an der Tafel, die Lernenden ordnen spontan Bilder zu. Unsicherheiten festhalten. | UG | Chromatid, Chromosom, Chromatin |
| Erarbeitung I | 25 min | Bau eines Chromosoms und Verpackungsstufen der DNA mit Abb. 1 von „Chromosomen“; Begriffe mit Abb. 1 von „Chromatid, Chromosom, Chromatin“ abgrenzen. | EA, PA | Chromosomen: Abb. 1; Chromatid, Chromosom, Chromatin: Abb. 1 |
| Sicherung | 10 min | Definitionen in je einem Satz; Bau eines Zwei-Chromatid-Chromosoms beschreiben. | UG | Chromosomen: Aufg. 1; Chromatid, Chromosom, Chromatin: Aufg. 1 |
| Erarbeitung II | 25 min | Karyogramm eines Mannes (Abb. 2) auswerten; homologe Chromosomen und Schwesterchromatiden vergleichen. | PA | Chromosomen: Abb. 2, Aufg. 3 und 5 |
| Übung | 15 min | Chromosomen und Chromatiden zählen: Mensch in G1, Metaphase und Spermium; Fruchtfliege mit 2n = 8. | EA | Chromosomen: Aufg. 4; Chromatid, Chromosom, Chromatin: Aufg. 2 |
| Abschluss | 5 min | Ausblick: Wie werden die Chromosomen bei der Zellteilung verteilt? (Überleitung zu Zellteilung: Mitose und Meiose) | UG | – |
Hausaufgabe und Differenzierung
Hausaufgabe: Selbsttest auf Chromosomen; wahlweise Aufgabe 6 (Werbung für Telomerase beurteilen).
- Basis: Chromosomenmodelle aus Pfeifenputzern oder Wollfäden legen (koralle = mütterlich, blau = väterlich, wie in den Abbildungen); Zähltabelle mit Beispielzeile.
- Vertiefung: Trisomie 21 (Karyogramm-Formeln, Aufgabe 1); Vertiefungen „Telomere“ und „Wie passen zwei Meter DNA in den Zellkern?“ auf Chromosomen.
- Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Chromosomen“ und Karteikarten „Chromatid, Chromosom, Chromatin“.
Doppelstunde 6: Die DNA – Bau und Verdopplung
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- beschreiben den Bau eines Nukleotids und nennen die vier Basen der DNA,
- wenden die Regel der komplementären Basenpaarung an,
- beschreiben die Doppelhelix mit ihren antiparallelen Strängen,
- erklären das Prinzip der semikonservativen Replikation,
- beurteilen eine vereinfachte Darstellung der Entdeckung der Doppelhelix.
| Phase | Zeit | Inhalt / Aktivität | Sozialform | Material |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 10 min | Interaktive Doppelhelix am Whiteboard drehen; Beobachtungen zu Strängen und Basenpaaren sammeln. | UG | Wie sieht die DNA aus?: interaktive Helix |
| Erarbeitung I | 25 min | Nukleotid und Basenpaarung mit Abb. 1; Legemodell eines kurzen Doppelstrangs aus Papierstreifen bauen. | PA | Wie sieht die DNA aus?: Abb. 1, Aufg. 1–2 |
| Sicherung | 10 min | Basenanteile berechnen (30 % Adenin) und begründen. | UG | Wie sieht die DNA aus?: Aufg. 3 |
| Erarbeitung II | 20 min | Replikation: Prinzip „semikonservativ“ am Legemodell nachspielen; Abschnitt „Die DNA kopiert sich selbst“. | PA | Wie sieht die DNA aus?; Legemodell |
| Bewertung | 20 min | Abschnitt „Wer entdeckte die Doppelhelix?“ lesen; Schulbuchaussage zu Watson, Crick und Franklin beurteilen; zwei Stellungnahmen vorlesen. | EA, UG | Wie sieht die DNA aus?: Aufg. 6 |
| Abschluss | 5 min | Rückblick auf die Reihe: Mikroskop, Zelle, Kern, Chromosom, DNA als Concept Map beginnen. | UG | – |
Hausaufgabe und Differenzierung
Hausaufgabe: Concept Map fertigstellen; Selbsttest auf Wie sieht die DNA aus?.
- Basis: Legemodell mit den Basenfarben der Seite (A grün, T koralle, G bernstein, C blau); Satzbausteine für die Stellungnahme.
- Vertiefung: DNA-Replikation (Enzyme der Replikation, Aufgabe 2); Meselson-Stahl-Experiment (Vertiefung und Aufgabe 5 auf Wie sieht die DNA aus?); DNA und RNA.
- Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Wie sieht die DNA aus?“.
Abschluss und Leistungsüberprüfung
Zum Abschluss eignet sich eine Übungsklausur im Klausurtrainer, gefolgt von einer kurzen schriftlichen Lernkontrolle. Bewährt hat sich eine Mischung aus allen drei Anforderungsbereichen:
- AFB I: Bau des Lichtmikroskops, Organellen und ihre Aufgaben, Bau eines Chromosoms (Aufgaben 1 der Seiten Das Mikroskop, Aufgaben der Zellbausteine, Chromosomen).
- AFB II: Vergrößerung und Größe berechnen, Karyogramm auswerten, komplementären Strang ermitteln (Aufgabe 2 auf Das Mikroskop, Aufgabe 3 auf Chromosomen, Aufgabe 2 auf Wie sieht die DNA aus?).
- AFB III: Acetabularia-Befund oder eine Schulbuchaussage beurteilen (Aufgabe 5 auf Acetabularia-Experiment, Aufgabe 6 auf Wie sieht die DNA aus?).
- Praktische Leistung: Mikroskopierzeichnung mit Angabe der Vergrößerung aus Doppelstunde 1.
- Ausblick für leistungsstarke Lernende: Der DNA-Decoder im Gen-Labor zeigt, wie aus der DNA ein Protein entsteht (Oberstufe, siehe Molekulargenetik: vom Gen zum Merkmal).
Klausurtrainer (Übungsklausur, Quiz-Mix und Operator-Training mit Aufgaben der jeweiligen Seite): Das Mikroskop · Die Zelle · Aufgaben der Zellbausteine · Kern und Kernhülle · Chromosomen · Wie sieht die DNA aus?
Karteikarten zur Wiederholung der Fachbegriffe: Das Mikroskop · Die Zelle · Aufgaben der Zellbausteine · Kern und Kernhülle · Chromosomen · Wie sieht die DNA aus?
Hinweise zur Durchführung
- Für das Zwiebelhaut-Präparat genügen Standard-Schulmikroskope; planen Sie für das erste Präparat großzügig Zeit ein.
- Die Zeitangaben sind Richtwerte. Wenn das Mikroskopieren mehr Zeit braucht, verschieben Sie die Ausblicksphase in Doppelstunde 2.
- Die Reihe verwendet die Farbcodes der Seiten: mütterliche Chromosomen koralle, väterliche blau; Basen A grün, T koralle, G bernstein, C blau.
Weitere Unterrichtsreihen
Quellen & Stand
- Kultusministerkonferenz: Bildungsstandards im Fach Biologie für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss vom 18.06.2020).
- Kultusministerkonferenz: Weiterentwickelte Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss in den Naturwissenschaften (Meldung vom 14.06.2024; Biologie: Beschluss vom 16.12.2004 in der Fassung vom Juni 2024).
- Kultusministerkonferenz: Bildungsstandards in Deutschland – Überblick.
- Fachinhalte, Abbildungen, Aufgaben und Quiz: die jeweils verlinkten Seiten von genzukunft.de mit ihren eigenen Quellenangaben.
Stand: Oktober 2026. Zeitangaben sind Richtwerte für eine Doppelstunde von 90 Minuten.
„Unterrichtsreihe: Zelle, Chromosomen, DNA (Klasse 9/10)“ von genzukunft.de – Lizenz: CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de) – Quelle: https://www.genzukunft.de/lehrkraefte/unterrichtsreihen/zelle-chromosomen-dna/ – Logo und Wortmarke sind ausgenommen.