Genzukunft

Genetik verstehen · Zukunft mitdenken

Unterrichtsreihe: Molekulargenetik – vom Gen zum Merkmal (Oberstufe)

Unterrichtsreihe 5 von 7Alle Unterrichtsreihen

Wie aus einer Folge von vier Basen ein Merkmal wird: Die Reihe verfolgt den Weg von der Replikation über Transkription, Prozessierung und Translation bis zu Mutationen, ihren Folgen am Beispiel der Sichelzellanämie, der Genregulation und der DNA-Reparatur. Der DNA-Decoder dient als durchgehendes Werkzeug.

Steckbrief

MerkmalAngabe
ZielgruppeOberstufe (Einführungs- oder Qualifikationsphase, grundlegendes und erhöhtes Anforderungsniveau)
Umfang8 Doppelstunden à 90 Minuten
VorwissenZellbau, Chromosomen und Bau der DNA (siehe Zelle, Chromosomen, DNA); Proteine als Ketten aus Aminosäuren; Mendel-Genetik
LeitfrageJede Körperzelle enthält dieselbe DNA – wie entstehen daraus verschiedene Proteine und Merkmale?
AusstattungTablets oder Laptops (ein Gerät pro Paar) für den DNA-Decoder; Legekarten für Replikation, Translation und lac-Operon (selbst erstellt)
LernkontrolleÜbungsklausur im Klausurtrainer; Klausur mit materialgestützten Aufgaben (Sequenzen, Versuchsdaten)

Kompetenzbereiche nach den KMK-Bildungsstandards

  • Sachkompetenz: Replikation, Transkription, Prozessierung und Translation erklären; Mutationstypen unterscheiden; Genregulation und Reparatur beschreiben.
  • Erkenntnisgewinnung: Klassische Experimente auswerten (Meselson-Stahl, Crick zum Triplett-Code); Hypothesen mit dem DNA-Decoder prüfen; mit Modellen arbeiten.
  • Kommunikation: Sequenzen mit 5′- und 3′-Enden korrekt notieren; Abläufe in Fließschemata und einer Concept Map darstellen.
  • Bewertung: Aussagen über Mutationen, Epigenetik-Schlagzeilen und Therapien wie Casgevy beurteilen.

Die Doppelstunden im Überblick

Nr.ThemaSchwerpunktZentrale Seiten
1DNA – Struktur und semikonservative ReplikationErkenntnisgewinnung: Meselson-StahlWie sieht die DNA aus?, DNA-Replikation
2Transkription – vom Gen zur mRNASachkompetenz: StrangbezeichnungenDNA und RNA, Transkription
3Prozessierung und TranslationSachkompetenz: ProteinbiosyntheseTranskription, Molekulargenetik, DNA und RNA
4Der genetische CodeErkenntnisgewinnung: Code entschlüsselnCode-Sonne, Punktmutationen, DNA-Decoder
5Genmutationen und ihre FolgenMutationstypen bestimmenHumangenetik und Krankheiten, Punktmutationen, DNA-Decoder
6Vom Gen zum Merkmal – SichelzellanämieEbenen verknüpfenSichelzellanämie, Humangenetik und Krankheiten, DNA-Decoder
7Genregulation – lac-Operon und EpigenetikModelle und Studien beurteilenMolekulargenetik, Epigenetik, Epigenetische Vererbung
8DNA-Reparatur und Abschluss der ReiheVernetzen und SichernReparatur der DNA, UV-Strahlung und DNA, Xeroderma pigmentosum

Abkürzungen in den Verlaufstabellen: EA = Einzelarbeit, PA = Partnerarbeit, GA = Gruppenarbeit, UG = Unterrichtsgespräch, LV = Lehrkraftvortrag. Auf schmalen Bildschirmen lassen sich die Tabellen seitlich verschieben.

Doppelstunde 1: DNA – Struktur und semikonservative Replikation

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • beschreiben die Doppelhelix mit antiparallelen Strängen und ihren 5′- und 3′-Enden,
  • werten das Meselson-Stahl-Experiment aus und leiten die Vorhersagen der drei Modelle ab,
  • erklären den Ablauf an der Replikationsgabel mit Leit- und Folgestrang,
  • wenden die 5′→3′-Regel auf gegebene Stränge an.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minEinstieg der Seite „DNA-Replikation“: rund sechs Milliarden Basenpaare in wenigen Stunden – wie ist das möglich?UGDNA-Replikation
Wiederholung15 minBau der DNA, antiparallele Stränge; komplementären Strang mit Enden angeben.EAWie sieht die DNA aus?: Abb. 1–2, Aufg. 2
Experiment25 minMeselson-Stahl: für das konservative, semikonservative und dispersive Modell Bandenmuster vorhersagen und mit dem Befund vergleichen.PAWie sieht die DNA aus?: Vertiefung „Replikation im Detail und das Meselson-Stahl-Experiment“, Aufg. 5
Erarbeitung25 minReplikationsgabel mit Helikase, Primase, Polymerase und Ligase; Leit- und Folgestrang.PADNA-Replikation: Abb. 1, Aufg. 1, 2 und 4
Sicherung10 minTafelbild der Replikationsgabel; offene Fragen sammeln.UG–
Abschluss5 minÜberschlagsrechnung: Wie lange bräuchte eine einzige Replikationsgabel? Ansatz notieren.EADNA-Replikation: Aufg. 3

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Aufgaben 3 und 5 auf DNA-Replikation.

Doppelstunde 2: Transkription – vom Gen zur mRNA

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • vergleichen DNA und RNA in Bau, Stabilität und Funktion,
  • beschreiben die Transkription in Initiation, Elongation und Termination,
  • unterscheiden codogenen und codierenden Strang und leiten die mRNA ab,
  • vergleichen Transkription und Replikation.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minProblemfrage der Reihe aus dem Einstieg von „Molekulargenetik“: Dieselbe DNA in jeder Zelle – Insulin nur in der Bauchspeicheldrüse?UGMolekulargenetik
Erarbeitung I20 minDNA und RNA im Vergleich; Ribose und Uracil als Unterschied im Baustein.PADNA und RNA: Tabelle, Abb. 1, Aufg. 1 und 4
Erarbeitung II25 minAblauf der Transkription in drei Schritten; codogener und codierender Strang.EA, PATranskription: Aufg. 1–2
Vergleich15 minTranskription und Replikation mit eigenen Kriterien vergleichen; mit der Tabelle der Seite abgleichen.PATranskription: Abschnitt „Transkription und Replikation im Vergleich“
Sicherung15 minRNA zu einem gegebenen Strang mit Enden; typische Fehler bei der Leserichtung.UGDNA und RNA: Aufg. 2
Abschluss5 minZwei Fragen aus dem Selbsttest.EATranskription: Selbsttest

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Aufgabe 5 auf Transkription (Fehler der RNA-Polymerase beurteilen).

  • Basis: Schablone mit beschrifteten Strängen (3′ und 5′ markiert); Transkription im DNA-Decoder als Animation.
  • Vertiefung: „Mehr wissen: Drei RNA-Polymerasen und ein Antibiotikum“ auf Transkription; Vertiefung „Warum hat die DNA Thymin – und was ist die RNA-Welt?“ auf DNA und RNA.
  • Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Transkription“ und Karteikarten „DNA und RNA“.

Doppelstunde 3: Prozessierung und Translation

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • erklären die Prozessierung der prä-mRNA mit Kappe, Poly-A-Schwanz und Spleißen,
  • erklären, wie Ribosomen und tRNAs bei der Translation eine Aminosäurekette aufbauen,
  • beschreiben die Translation in drei Schritten,
  • vergleichen die Proteinbiosynthese bei Bakterien und Eukaryoten.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minRechenrätsel: Eine prä-mRNA mit Exons und Introns – warum ist die reife mRNA so viel kürzer?UGTranskription: Aufg. 3
Erarbeitung I20 minProzessierung: Kappe, Poly-A-Schwanz, Spleißen; alternatives Spleißen.EATranskription: Abschnitt „Vertiefung Oberstufe: Von der prä-mRNA zur reifen mRNA“; Molekulargenetik: Vertiefung „Eukaryoten: Die mRNA wird bearbeitet“
Erarbeitung II25 minTranslation mit Abb. 1 und den drei RNA-Typen; Legemodell mit mRNA-Streifen, tRNA-Karten und Ribosom-Schablone.PA, GAMolekulargenetik: Abschnitt „Schritt 2: Translation“, Abb. 1; DNA und RNA: Abb. 2
Sicherung15 minTranslation in drei Schritten; Unterschiede zwischen DNA und mRNA.UGMolekulargenetik: Aufg. 1–2
Vergleich15 minBakterien und Eukaryoten: Warum können bei Bakterien Ribosomen schon während der Transkription binden?PATranskription: Aufg. 4
Abschluss5 minExit-Ticket: Weg vom Gen zum Protein als Fließschema.EA–

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Fließschema der Proteinbiosynthese mit Ort (Zellkern, Zytoplasma) ausarbeiten; Selbsttest auf Molekulargenetik.

  • Basis: Legemodell mit vorgegebenen Karten; Animation im DNA-Decoder als Hilfe.
  • Vertiefung: Vertiefung „Warum Bakterien keine menschlichen Gene ablesen können“ auf Insulin aus Bakterien (Introns als Problem der Gentechnik).
  • Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Molekulargenetik“.

Doppelstunde 4: Der genetische Code

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • übersetzen Codons mit Code-Sonne und Code-Tabelle sicher,
  • wenden Start- und Stoppcodons und das Leseraster an,
  • leiten Eigenschaften des Codes ab (Triplett, eindeutig, degeneriert, nahezu universell),
  • erläutern, wie Crick und Kollegen auf den Triplett-Code ohne Lücken schlossen.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minEine mRNA-Sequenz steht an der Tafel. Wie lässt sie sich „lesen“? Ideen sammeln.UGCode-Sonne: Aufg. 2
Erarbeitung I20 minCode-Sonne lesen Schritt für Schritt; Start- und Stoppcodons.EACode-Sonne: Aufg. 1–3
Experiment20 minVersuche von Crick und Kollegen mit Abb. 1 deuten: Warum Dreiergruppen ohne Lücken?PAPunktmutationen: Abb. 1, Aufg. 5
Simulation25 minDNA-Decoder: codierender Strang, Matrizenstrang, mRNA und Aminosäurefolge; Hypothese zur dritten Codonposition entwickeln.PADNA-Decoder: Aufg. 2 und 6
Sicherung10 minEigenschaften des Codes an der Code-Sonne zeigen.UGCode-Sonne: Abschnitt „Eigenschaften des genetischen Codes an der Sonne erkennen“
Abschluss5 minImpuls: Kann ein Bakterium jedes menschliche Protein herstellen, wenn der Code universell ist?UGMolekulargenetik: Aufg. 6

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Aufgabe 6 auf Molekulargenetik beurteilen; Aufgabe 4 auf Code-Sonne.

  • Basis: Code-Tabelle statt Code-Sonne; Lesehilfe „innen nach außen“ als Karte.
  • Vertiefung: Vertiefung „Amber, Ochre, Opal und die 21. Aminosäure“ auf Code-Sonne; Aufgabe 5 auf Code-Sonne.
  • Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Code-Sonne“.

Doppelstunde 5: Genmutationen und ihre Folgen

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • unterscheiden Gen-, Chromosomen- und Genommutationen,
  • bestimmen den Mutationstyp (stumm, Missense, Nonsense, Rasterschub) aus Sequenzen mit der Code-Sonne,
  • erklären, warum Mutationen an der dritten Codonposition oft stumm sind,
  • beurteilen die Aussage, Mutationen seien immer schädlich.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minAussage „Je mehr Basen sich ändern, desto schlimmer sind die Folgen.“ Erste Positionierung.UGDNA-Decoder: Aufg. 5
Erarbeitung I20 minMutationsebenen und Punktmutationen im Überblick.EAHumangenetik und Krankheiten: Abschnitte „Drei Ebenen“ und „Punktmutationen“; Punktmutationen: Tabelle
Simulation25 minIm HBB-Gen je eine stumme, eine Nonsense- und eine Rasterschubmutation erzeugen und die Folgen notieren.PADNA-Decoder: Aufg. 4
Übung20 minMutationstyp und Folgen aus mRNA und codogenem Strang bestimmen; Lösungen vergleichen.EAHumangenetik und Krankheiten: Aufg. 2; Punktmutationen: Aufg. 2–3
Sicherung10 minZurück zur Einstiegsaussage: Deletion von drei Basen gegenüber einer Base.UGPunktmutationen: Aufg. 6
Abschluss5 minZwei Fragen aus dem Selbsttest.EAPunktmutationen: Selbsttest

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Aufgabe 5 auf Humangenetik und Krankheiten („Mutationen sind immer schlecht für den Menschen“ beurteilen).

Doppelstunde 6: Vom Gen zum Merkmal – Sichelzellanämie

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • erklären den Weg von der Mutation zum Krankheitsbild auf DNA-, Protein-, Zell- und Organebene,
  • analysieren die Sichelzellmutation auf Ebene von DNA, mRNA und Protein,
  • erläutern, warum HbA und HbS als kodominant, das Merkmal Sichelzellanämie aber als rezessiv bezeichnet werden,
  • erklären den Heterozygotenvorteil in Malariagebieten.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minEin Buchstabe, große Wirkung: Was ist die Sichelzellanämie? Kurzer Überblick.UGSichelzellanämie: Abschnitt „Was ist die Sichelzellanämie?“
Erarbeitung I25 minVon der Basenänderung zum veränderten Protein: Codon 6 im HBB-Gen analysieren; HbA und HbS im Decoder übersetzen.PAHumangenetik und Krankheiten: Aufg. 3; DNA-Decoder: Aufg. 3
Sicherung10 minWeg von der Mutation bis zur Schmerzkrise in fünf Schritten.UGSichelzellanämie: Aufg. 1
Erarbeitung II25 minErbgang mit Kreuzungsschema; Kodominanz auf Proteinebene und Rezessivität auf Merkmalsebene.PASichelzellanämie: Aufg. 2 und 4; Genotyp und Phänotyp
Transfer15 minHeterozygotenvorteil mit Abb. 1 – Brücke zur Populationsgenetik (Populationsgenetik und Evolution).UGSichelzellanämie: Abb. 1, Aufg. 3
Abschluss5 minEbenenmodell als Merkbild festhalten.UG–

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Aufgabe 5 auf Sichelzellanämie (Casgevy als Lösung für die Sichelzellkrankheit weltweit beurteilen).

  • Basis: Ebenenmodell als Vorlage (DNA – mRNA – Protein – Zelle – Organ).
  • Vertiefung: Vertiefung „Warum gerade Valin?“ auf Sichelzellanämie; Mukoviszidose als zweites Beispiel (Mutationsklassen); Chorea Huntington auf Autosomal-dominante Erbleiden.
  • Einfach-Modus und Karteikarten: Lernende mit Leseschwierigkeiten schalten im Seitenkopf den Einfach-Modus ein und lesen zuerst die Kurzfassung „Einfach erklärt“. Fachbegriffe: Karteikarten „Sichelzellanämie“.

Doppelstunde 7: Genregulation – lac-Operon und Epigenetik

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • erklären die Regulation des lac-Operons mit Promotor, Operator und Repressor,
  • beschreiben DNA-Methylierung und Histonmodifikation als Mechanismen der Genregulation,
  • erläutern gesicherte Beispiele wie Zelldifferenzierung und X-Inaktivierung,
  • beurteilen Schlagzeilen über die Vererbung epigenetischer Markierungen.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minZurück zur Leitfrage: gleiche Gene, verschiedene Zellen.UGEpigenetik: Abschnitt „Gleiche Gene, verschiedene Zellen“
Erarbeitung I25 minlac-Operon mit Legekarten (Promotor, Operator, Strukturgene, Repressor, Lactose) für die Fälle „ohne Lactose“ und „mit Lactose“.PAMolekulargenetik: Vertiefung „Gene an, Gene aus: das lac-Operon“
Erarbeitung II25 minArbeitsteilig: DNA-Methylierung und Histone (A), X-Inaktivierung am Beispiel der Schildpattkatze (B).GAEpigenetik: Aufg. 1–2
Sicherung10 minWeitergabe eines Methylierungsmusters bei der Replikation.UGEpigenetik: Aufg. 3
Bewertung15 minSchlagzeile „Der Hunger der Großeltern steckt in den Genen der Enkel“ beurteilen; inter- und transgenerationell unterscheiden.PAEpigenetik: Aufg. 5; Epigenetische Vererbung
Abschluss5 minMerksatz: Genregulation ändert die Aktivität, nicht die Sequenz.UG–

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Aufgabe 4 auf Epigenetik (Daten zum Holländischen Hungerwinter auswerten).

Doppelstunde 8: DNA-Reparatur und Abschluss der Reihe

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler …

  • nennen Ursachen von DNA-Schäden und unterscheiden Schaden und Mutation,
  • beschreiben die Nukleotidexzisionsreparatur,
  • erklären die Folgen defekter Reparatur am Beispiel Xeroderma pigmentosum,
  • verknüpfen die Inhalte der Reihe in einer Concept Map „Vom Gen zum Merkmal“.
PhaseZeitInhalt / AktivitätSozialformMaterial
Einstieg10 minSonnenbrand und Erbgut: Was macht UV-Strahlung mit der DNA? Vorwissen sammeln.UGUV-Strahlung und DNA
Erarbeitung I20 minUrsachen von Schäden; Nukleotidexzisionsreparatur mit Abb. 1.EAReparatur der DNA: Abb. 1, Aufg. 1–2
Erarbeitung II20 minArbeitsteilig: Thymin-Dimere (A) und Xeroderma pigmentosum (B).PAUV-Strahlung und DNA: Aufg. 2 (A); Xeroderma pigmentosum: Aufg. 1–2 (B)
Austausch10 minPartner erklären sich gegenseitig ihre Ergebnisse.PA–
Vernetzung25 minConcept Map „Vom Gen zum Merkmal“ mit Replikation, Transkription, Translation, Code, Mutation, Regulation und Reparatur; danach Quiz-Mix im Klausurtrainer.GA, EAKlausurtrainer
Abschluss5 minAusblick: von der Reparatur zur Genschere (Gentechnik und Humangenetik).UGReparatur der DNA: Abschnitt „Von der Reparatur zur Genschere“

Hausaufgabe und Differenzierung

Hausaufgabe: Übungsklausur im Klausurtrainer mit Seiten dieser Reihe.

Abschluss und Leistungsüberprüfung

Der DNA-Decoder enthält sechs Aufgaben (AFB I–III) mit Bezug zur Sichelzellanämie und eignet sich als Wiederholungsstation vor der Klausur. Für eine Klausur bieten sich materialgestützte Aufgaben an:

  • AFB I: Ablauf von Transkription oder Translation beschreiben (Aufgabe 1 auf Transkription, Aufgabe 2 auf Molekulargenetik).
  • AFB II: mRNA und Aminosäurefolge aus dem codogenen Strang ermitteln, Mutationstyp bestimmen, Meselson-Stahl-Daten auswerten (Aufgabe 3 auf Code-Sonne, Aufgabe 3 auf Punktmutationen, Aufgabe 5 auf Wie sieht die DNA aus?).
  • AFB III: Aussagen zu Mutationen oder Epigenetik beurteilen (Aufgabe 6 auf Punktmutationen, Aufgabe 5 auf Epigenetik).
  • Mit dem Operator-Training im Klausurtrainer üben die Lernenden gezielt „erklären“, „erläutern“ und „beurteilen“.

Klausurtrainer (Übungsklausur, Quiz-Mix und Operator-Training mit Aufgaben der jeweiligen Seite): DNA-Replikation · Transkription · Molekulargenetik · Code-Sonne · Punktmutationen · Sichelzellanämie · Epigenetik

Karteikarten zur Wiederholung der Fachbegriffe: DNA-Replikation · Transkription · Molekulargenetik · Code-Sonne · Humangenetik und Krankheiten · Epigenetik

Hinweise zur Durchführung

  • Achten Sie durchgehend auf die Angabe der 5′- und 3′-Enden. Die Seiten verwenden die Begriffe codogener (abgelesener) und codierender Strang; der DNA-Decoder spricht vom Matrizenstrang.
  • Der DNA-Decoder nennt als Zeitbedarf 20–30 Minuten für Tool und Aufträge plus 15 Minuten für die Aufgaben.
  • Für das erhöhte Anforderungsniveau eignen sich die Vertiefungen der Seiten als Zusatzmaterial; für das grundlegende Niveau können die Doppelstunden 7 und 8 gekürzt werden.

Weitere Unterrichtsreihen

Quellen & Stand

Stand: Oktober 2026. Zeitangaben sind Richtwerte für eine Doppelstunde von 90 Minuten.

„Unterrichtsreihe: Molekulargenetik – vom Gen zum Merkmal (Oberstufe)“ von genzukunft.de – Lizenz: CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de) – Quelle: https://www.genzukunft.de/lehrkraefte/unterrichtsreihen/molekulargenetik-vom-gen-zum-merkmal/ – Logo und Wortmarke sind ausgenommen.

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