Erste Auswirkungen der Gentechnik in der Landwirtschaft?

Das Handelsblatt beschreibt ein Phänomen aus den USA. Dort sollen in einigen Regionen super Unkräuter wachsen. Diese Unkräuter sind resistent gegen herkömmliche Unkrautvernichtungsmittel. Aus diesem Grund waren das Wissenschaftsmagazin “Science” vor einer Krise in der Landwirtschaft. Einige Wissenschaftler und Gentechnikgegner vermuten die Ursache für die Entstehung und Ausbreitung dieser Pflanzen im gentechnisch verändertem Saatgut. Selbstverständlich wird von den Verantwortlichen der Saatgutindustrie jegliche Verantwortung zurückgewiesen. Nicht von der Hand zu weisen ist dabei die Argumentation, dass eine natürliche Selektion dazu geführt hat, dass gegen die Pflanzengifte resistente Pflanzen sich schneller vermehrten. Aber genauso wenig ist von der Hand zu weisen, dass durch den Einsatz des gentechnisch veränderten Saatgutes sich diese Selektion deutlich beschleunigt hat. Denn durch den Einsatz des gentechnisch veränderten Saatgutes ist es erst dazu gekommen, dass größere Mengen dieser Pflanzengifte eingesetzt wurden.

Der Einsatz des gentechnisch veränderten Saatgutes führt nun dazu, dass der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln statt zu sinken um 25 % angestiegen ist. Bei einem Einsatz von Saatgut, das gegen mehrere Pflanzenschutzmitteln resistent ist, rechnen die Wissenschaftler damit, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mittelfristig um 50 % steigen wird.

Quelle:http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/healthcare/landwirtschaft-landwirte-in-einem-teufelskreis/9359522-2.html

 

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Bahnt sich eine Trendwende in der Meinung über die grüne Gentechnik an?

Das Forschungsinstitut Dimap hat laut einem Artikel der Webseite topagraronline eine Umfrage zum Thema grüne Gentechnik durchgeführt.
Im Ergebnis zeichnen sich altersspezifische Meinungunterschiede zu dieser Thematik ab. Während bei der Gesamtbevölkerung die Mehrheit der Befragten der Meinung ist das grüne Gentechnik insgesamt eher schadet als nützt, ist in der Gruppe der 18-29 jährigen ein Prozentsatz von 47 der Meinung grüne Gentechnik eher nützlich ist und nur 37 % schätzen den Schaden höher als die nutzen ein.
Da aus dieser jungen Gruppe der Befragten in absehbarer Zeit die Leistung und Entscheidungsträger heranwachsen werden stellt sich die Frage, ob mit zunehmendem Alter und Reife eine Meinungsänderung eintritt, oder ob in absehbarer Zeit in der Bevölkerung die Meinung zur Grünen Gentechnik umkippt.

Richtlinien für gentechnisch veränderte Tiere

Von der europäischen Lebensmittelbehörde, die auf EU Ebene arbeitet, wurden Richtlinien für die Risikobewertung der Gentechnik, die gentechnisch veränderte Tiere betrifft erarbeitet.

Diese Richtlinien werden von vielen Umweltorganisationen massiv kritisiert. Mitarbeiter der Kommission, die diese Richtlinien erarbeitet hat, sollen auch für die Agrarlobby und für Gentechnik Unternehmen arbeiten.

Dass die Arbeit mit transgenen Tieren oder mit gentechnisch veränderten Tieren aber durchaus sinnvoll sein kann, zeigt Beispiel der Einsatz von gentechnisch veränderten Mücken, die auf den Kaiman Inseln freigelassen wurden so zur Reduzierung der heimischen Moskito Population beitragen soll. Man erhofft sich dadurch Erfolge im Kampf gegen Krankheiten die durch die einheimischen Moskitos übertragen werden. Dieses Projekt wurde jetzt auch von Brasilien übernommen wo eine große Zuchtanlage für diese, den gefährlichen Dengusfieber Virus übertragenen Stechmücken eröffnet wurde.

Dieses Beispiel zeigt, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit der Gentechnik durchaus seine Berechtigung hat. Bei anderen Projekten, ist aber die Skepsis durchaus angebracht, da die Auswirkungen auf die Umwelt völlig unzureichend erforscht sind. In diesem Zusammenhang erscheint die Kritik, die die lobbynahe Tätigkeit einiger Kommissionsmitglieder betrifft durchaus angebracht.

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Genmais schadet Bienen nicht?

Blütezeit ist Bienenzeit. In dem online Auftritt“ Der Zeit „ist ein interessantes Interview mit Herrn Tebbe, der im Zusammenhang mit einem Forscherteam der Universität Würzburg die Bienenverträglichkeit von Genmais getestet hat, zu lesen.

Bei aller Skepsis genetisch veränderten Pflanzen gegenüber, ist es doch notwendig sich mit dem Für und Wider der Gentechnik zu befassen. Das Forscherteam hat festgestellt, dass der genetisch veränderte Mais, der durch selbst gebildete insektenabwehrende Eiweiße resistent gegen Schädlinge namens Maiszünsler ist, für Bienen und deren Nachwuchs ungefährlich sein soll. Da dieser Maisschädling aber zur Gruppe der Schmetterlinge gehört, ist nicht auszuschließen, dass Schmetterlinge anderer Arten, Maispollen aufnehmen geschädigt werden. Gerade dieses Interview zeigt, wie komplex die Gefahren der Gentechnik sind, wenn gentechnisch veränderte Pflanzen ohne ausreichende und langjährige Prüfung in den kommerziellen Anbau gelangen. Das ganze, durchaus interessante Interview ist auf folgender Internetseite zu lesen.

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-04/Bienen-Genmais-Pollen

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Shitstorm für die Grünen in Niedersachsen

Einem shitstorm sehen sich die Grünen in Niedersachsen derzeit ausgeliefert. Ursache dieser Proteste auf der Facebook Seite der Grünen ist die Einstellung eines Schulprojektes, dass sich mit Gentechnik befasste. Für 1,2 Millionen € hatte die ehemalige Landesregierung aus CDU und FDP ein Modellprojekt an vier Schulen in Niedersachsen gestartet. Dieses Projekt sollte ursprünglich auf 50 weitere Schulen mit einem Etat von 13 Millionen € ausgeweitet werden. Die neu gewählte rot-grüne Landesregierung hat nun beschlossen dieses Projekt mit dem Sommersemester einzustellen. Das Bildungsministerium in Hannover unterstellt diesem Projekt nun eine einseitige Information zu Gunsten der Gentechniksindustrie. Bildungsminister Meyer wirft dem Projekt Lobbyarbeit vor. Lehrkräfte und Schüler, die an diesem Projekt mitarbeiten finden den Vorwurf der Lobbyarbeit absurd.

Aus diesem Grund finden sich die Grünen Niedersachsens auf ihren Facebook Seiten jetzt in einem shitstorm wieder, der Ihnen zu denken geben sollte. Sätze wie:

Aktive Bildungsverhinderung. Dogmatisch bis ins Mark und Argumenten in keinster Weise zugänglich, das sind die Grünen.”

Was für ein verlogener ideologoischer Haufen…”

“Sie geben als ziel Bessere Bildungschancen an.
Wie passt das zusammen mit ideologisch motivierten Denkverboten?”

“Aktionen wie bei der HannoverGen zeigen, warum viele Angst vor einer einheitlichen Bundesbildungspolitik haben.
Nicht auszumalen, wenn die Grünen bundesweit den Bildungsstandort Deutschland aufgrund von ideologischen und fundamentalen Erwägungen an die Wand fahren!”

sind noch die harmloseren Kommentaren, denen sich die Grünen derzeit ausgesetzt sehen.

Erst (?) aufgrund der massiven Proteste von Schülern und Lehrerschaft haben dazu geführt, dass Abgeordnete der Grünen Landtagsfraktion wenigstens die Labor in den Schulen besichtigt haben ohne aber von Ihrer vorgefertigten Meinung abzurücken.

Quelle: http://www.weser-kurier.de

 

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Zuwachs grüner Gentechnik auf 10 Millionen ha

Wie auf agrarheute.com am 25.2.2013 zu lesen war, sind auch im Jahr 2012 die Anbauflächen gestiegen, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut wurden. Der größte Zuwachs soll dabei in Brasilien zu verzeichnen gewesen seien.
Die so genannten Schwellenländer haben insgesamt größere Anbauflächen neu mit gentechnisch veränderten Produkten bestellt, als die so genannten Industrienationen.

Insgesamt sind nun rund 170 Millionen ha gentechnisch veränderten Pflanzen bestellt worden, das sind ca. 10 Millionen ha mehr als im Jahr 2011.

In den Staaten, die führend beim Anbau gentechnischer Pflanzen sind, den USA und Kanada, haben sich die Anbauflächen gegenüber 2011 kaum verändert.
Den größten Zuwachs insbesondere beim Baumwolle gab es in Brasilien. Dort wird massiv mit gentechnisch veränderten Sojabohnen, Mais und Baumwolle gearbeitet. Derzeit sollen dort rund 36,6 Million ha mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestellt worden seien.

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Mit Argusaugen auf Brüssel schauen!!

 

Ca. 50 Landwirte haben sich im Verbund Gentechnik anbaufreie Region südliches Barnim zusammengeschlossen. Diese Landwirte haben beschlossen auf ihren Feldern keine gentechnisch veränderten Produkte anzubauen. Zwar ist seit 2009 der Anbau gentechnisch veränderten Mais ist auf deutschen Feldern verboten, doch liegen in Brüssel unzählige Anträge zur Zulassung gentechnisch veränderter Produkte vor. Die nicht unbegründete Angst dieser Bauern ist, dass die Folgen des Anbaus gentechnischer Produkte nicht ausreichend erforscht wurden. So ist zum Beispiel nicht hundertprozentig geklärt, wie sich zum Beispiel der Anbau gentechnisch veränderten Mais auf die Bienenpopulation auswirkt.

So wie im südliche Barnim, gibt es auch weitere sechs Gebiete in Brandenburg in denen sich über 400 Bauern zu vergleichbaren Gruppen zusammengeschlossen haben.

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen stand auch im Mittelpunkt der Diskussion auf dem ersten Brandenburger Imker und Bauerntag in Paaren.

Freihandelsabkommen contra Gentechnikkennzeichnung

Wie wird sich das Freihandelsabkommen, dass zwischen Europa und den USA ausgehandelt werden soll, auf den Verbraucherschutz aus? Während in Europa ein sehr gutes Verbraucherschutzsystem existiert, besteht in Amerika keinerlei Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Innerhalb der Europäischen Union müssen dagegen schon geringe Mengen (null, neun Prozent) auf der Verpackung ausgewiesen werden. Ein Abkommen zwischen zwei Partnern beinhaltet immer Kompromisse. Es bleibt es also abzuwarten, ob Europa hier Zugeständnisse machen muss. Aus Erfahrung ist zu befürchten, dass auch hier auf Kosten des Verbraucherschutzes das Gesetz über gentechnisch veränderte Lebensmittel aufgeweicht wird.

Vision oder Wahnsinn?

Ein in Boston an der Harvard-Universität arbeitender Genetiker, George Church, plädiert dafür, genetische Veränderungen an Menschen vorzunehmen um virusresistente Menschen zu schaffen.

Derzeit wird von dem Genetiker wohl an Techniken gearbeitet, menschliche Zellen mit Genmaterial der Neandertaler auszustatten. Wenn das gelungen ist, dann will er laut http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2013/02/08/virusresistente-menschen-dank-gentechnik/9375.html daraus Embryonen schaffen und diese durch Leihmütter austragen lassen.

Versprechungen, wie Virusresistente Menschen zu schaffen und Erkrankungen, die Viren als Ursache haben somit auszurotten soll diese Projekte für die Öffentlichkeit schmackhaft machen.

Abgesehen davon, das Viren ein so schnelles genetisches Anpassungspotential haben, dass die Durchführbarkeit an der Praxis scheitern dürfte, scheint Moral aus dem Persönlichkeitsprofil einiger Wissenschaftler ohne genetische Eingriffe verschwunden zu sein.

 

 

 

 

 

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Chancen verpassen?

Die Mehrheit der Bürger in Niedersachsen lehnt Gentechniklabore in Schulklassen ab. Laut einem Beitrag von Greenpeace lehnen 79% der Niedersachsen Gentechnik auf dem Acker ab und deutlich mehr als die Hälfte der Bürger (65%) glauben, dass der praxisnahe Unterricht bei gentechnischen Versuchen zu einer einseitigen Meinungsbildung bei den Schülern führen würde.*

Selbst als jemand, der dem Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen sehr kritisch gegenübersteht, finde ich die, dass die Einstellung dieser Projekte der falsche Weg ist.

“Nur 26 Prozent der Bevölkerung glaubt an sachlichen Unterricht in Gentechnik-Laboren”* laut Greenpeace mag durchaus den Geist der Zeit treffen, aber den Schülern durch Einstellung des Projektes die Chance zu nehmen sich umfassend mit dieser Problematik zu befassen, halte ich für den falschen Weg. Wenn der Herr Petersen, der Gentechnik-Ansprechpartner von Greenpeace in Hannover, fordert die 13 Millionen Euro, die das Projekt kosten würde, in eine ausgewogene Bildung zu stecken, so gehört gerade der Experimentalunterricht dazu und gerade dort könnte Interesse für Umweltpolitische Probleme geweckt werden.

Der in meinen Augen richtige Schritt wäre ein ausgewogener Lehrplan, der sowohl Vor und Nachteile aufzeigt, die durch den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen aufzeigt.

*Quelle www.greenpeace-magazin.de

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