Chancen verpassen?

Die Mehrheit der Bürger in Niedersachsen lehnt Gentechniklabore in Schulklassen ab. Laut einem Beitrag von Greenpeace lehnen 79% der Niedersachsen Gentechnik auf dem Acker ab und deutlich mehr als die Hälfte der Bürger (65%) glauben, dass der praxisnahe Unterricht bei gentechnischen Versuchen zu einer einseitigen Meinungsbildung bei den Schülern führen würde.*

Selbst als jemand, der dem Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen sehr kritisch gegenübersteht, finde ich die, dass die Einstellung dieser Projekte der falsche Weg ist.

“Nur 26 Prozent der Bevölkerung glaubt an sachlichen Unterricht in Gentechnik-Laboren”* laut Greenpeace mag durchaus den Geist der Zeit treffen, aber den Schülern durch Einstellung des Projektes die Chance zu nehmen sich umfassend mit dieser Problematik zu befassen, halte ich für den falschen Weg. Wenn der Herr Petersen, der Gentechnik-Ansprechpartner von Greenpeace in Hannover, fordert die 13 Millionen Euro, die das Projekt kosten würde, in eine ausgewogene Bildung zu stecken, so gehört gerade der Experimentalunterricht dazu und gerade dort könnte Interesse für Umweltpolitische Probleme geweckt werden.

Der in meinen Augen richtige Schritt wäre ein ausgewogener Lehrplan, der sowohl Vor und Nachteile aufzeigt, die durch den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen aufzeigt.

*Quelle www.greenpeace-magazin.de

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Grüne Gentechnik – Wandel eines Gegners

Einer der größten Gegner der grünen Gentechnik in den 90igern, Mark Lynas, hat seine Einstellung wohl um 180 Grad gewandelt und ist zu einem Befürworter der Gentechnik, ins Besondere der grünen Gentechnik geworden. Leuten, die Ihre Meinung so abrupt wandeln, stehe ich mit größtem Misstrauen gegenüber. Die Argumente, die Herr Lynas in dem Beitrag aufzählt, kann man sich aber schwer verschließen. Trotzdem wird die Wahrheit, wie in den meisten Fällen wohl irgendwo in der Mitte liegen. Die Gentechnik, vor allem die grüne Gentechnik wird ihren Weg in die alltägliche Landwirtschaft finden, das ist für mich klar, aber die kritiklose Hinnahme aller Experimente, wie sie sich in dem Beitrag, oder der “Entschuldigung” des Herrn Lynas zwischen den Zeilen lese, darf auf keinen Fall eintreten. Schon weil sich gentechnisch veränderte Pollen, Sporen, Samen und Mikroorganismen nicht an Ländergrenzen oder Grenzen von Versuchsfeldern halten ist hier weiterhin die Aufmerksamkeit der kritischen Öffentlichkeit gefordert. Schon der Satz aus seinem Beitrag ” Das wichtigste ist, dass Bauern die Freiheit haben sollten, zu wählen, welche Technik sie nutzen wollen. Wenn Sie glauben, die althergebrachten Methoden sind am besten, ist das okay. Das ist ihr gutes Recht.” zeigt, wie realitätsfern der Erkenntnisstand des ehemaligen Gentechnikgegners ist. Wer wirtschaftlich die Wahl hat vor der Schließung seines Betriebes oder dem Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut, wird sich immer bis auf wenige Ausnahmen wohl immer für die Weiterführung seines Unternehmens entscheiden. Die Entschuldigung des Herrn Mark Lynas lesen Sie auf:
tagesspiegel.de/wissen/entschuldigung-eines-umweltschuetzers/7618984.html     Der Autor auf Google+