gentechnik in der Wirtschaft

Genzukunft.de

gesucht auf:
Der Zellkern Molekulargenetik

Live Suche

Top Suchbegriffe


Browsergame DieSiedlerOnline

 


Der Zellkern Molekulargenetik

Jede Zelle besitzt einen Zellkern (lateinisch Nukleus, griechisch Caryos). Er ist die Steuerzentrale jeder Zelle und somit lebenswichtig. Teilt man eine Zelle, so stirbt der Teil ohne Kern ab und der Teil mit Kern bildet wieder seine ursprüngliche Form. Der Kern ist im Cytoplasma der Zelle eingeschlossen. Das Innere des Kerns wird durch eine Kernhülle (Membran) geschützt. Diese besitzt Poren, die den Austausch wichtiger Stoffe zwischen dem Inneren des Kerns und dem Zellinhalt kontrollieren. Der Inhalt des Kerns ist das Kernplasma. Auf den ersten Blick ist es eine durchsichtige, flüssige Substanz, doch durch eine spezielle Färbung wird ein fädiges Netzwerk erkennbar: das Chromatin. Das Chromatin ist die Grundsubstanz der Chromosomen. Auf diesen sind alle Erbinformationen gespeichert: Stoffwechsel, Wachstum, Entwicklung... Diese Informationen sind die DNA (Desoxyribonucleinsäure). Weiter enthält der Kern ein oder mehrere Kernkörperchen (Nukleolus), die aus Proteinen und der RNA (Ribonukleinsäure) bestehen. Außerdem besitzt der Kern das sogenannte rauhe, endoplasmatische Reticulum (ER). Das ER ist ein weitverzweigtes Kanal- und Röhrensystem, das auch mit der Kernhülle verbunden ist. Es heißt "rauh", weil es in vielen Bereichen kleine Körperchen aufweist. Sie heißen Ribosomen. Es konnte nachgewiesen werden, dass an den Ribosomen die Proteinbiosynthese der Zellen stattfindet. Die Eiweißketten werden in den Kanälen weitergeleitet und transportiert. Das ER hat also Transportfunktion. Weiter läuft hier auch die Stoffumwandlung ab, bei der z.B. die Entgiftung von Stoffen stattfindet.

Wie bereits erwähnt enthalten die Chromosomen der Zellen die DNA. Die DNA enthält die Erbinformation jeder Zelle. Sie ist aufgebaut aus einem Zuckermolekül, einem Phosphorsäuremolekül und einer organischen Base. Bei den Basen handelt es sich um Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin. Phosphorsäuremoleküle und Zuckermoleküle bilden abwechselnd eine Kette. Daran angeschlossen ist jeweils eine Base. Eine solche Dreierverbindung nennt man Nukleotid. Ein Nukleotid besteht also immer aus einem Phosphormolekül, einem Zuckermolekül und einer Base. Die DNA ist aber nicht einfach eine Kette, sondern sie ist in einer spiraligen Doppelhelix aufgebaut. Bei beiden Spiralen sind die Basen nach innen gerichtet und stehen sich gegenüber. Es verbinden sich immer eine A- mit einer T-Base und eine G- mit einer C-Base. Die Basen werden durch Wasserstoffbrücken zusammengehalten. Bei A- und T-Basen sind es zwei Brücken und bei G- und C-Basen sind es drei Brücken. So entsteht die Doppelhelix. Die DNA kann leicht verdoppelt werden. Es geschieht mit dem sogenannten Reißverschlussverfahren. Hier werden die Wasserstoffbrücken getrennt und die Basen hängen offen an ihren Strängen. Nach dem Basenverfahren hängen sich jetzt die richtigen Basen an und so entsteht der identische Abschnitt wieder. Hier spricht man von Reduplikation.

Außer der DNA gibt es noch eine andere Nukleinsäure, die RNA. Sie unterscheidet sich von der DNA in nur wenigen Punkten. Statt des Zuckermoleküls Desoxyribose verwendet die RNA die einfache Ribose. Außerdem hat sie in ihrem Aufbau statt der Base Thymin die Base Uracil. Es gibt drei verschiedene Arten der RNA: die Boten-RNA (messenger RNA), die Transfer-RNA und die ribosomale RNA.

Der Zellkern Molekulargenetik

 

| ©2008 Servicebüro Schwedtfinanz

In den Weiten des Netz gefunden :