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Die Natur entlaesst die Alten

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Die Natur entlaesst die Alten

Die Natur entlässt die Alten

 

Im späten 19. Jhdt glaubten viele Wissenschaftler, Seneszenz sei deshalb entstanden weil das Ableben der älteren Individuen die Überlebens- und Fortpflanzungschancen der jüngeren verbessere - etwa in folge entschärften Wettbewerbs um die verfügbaren Ressourcen. Die Annahme ist, dass Altern auf den Genen vorprogrammiert sei, die einzig darauf ausgerichtet sind, den Organismus zu zerstören. Diese Hypothese weist einen Widerspruch auf, nämlich unter anderem die Tatsache, dass die meisten wild lebenden Tiere gefressen werden oder sonstwie verenden, ehe sie an Altersschwäche sterben können. Einen andere Hypothese ist, die sich auf der Evolutionstheorie aufbaut, steuern die Gene zwar das Altern, doch sollen die ständigen Allele - manchmal Gerontogene genannt - nicht eigens zu diesem Zweck selektioniert worden sein. Vielmehr hätten sie sich in den Chromosomen verbergen können, weil die natürliche Auslese ihre Verbreitung nicht zu verhindern vermochte: auch ausgesprochen schädliche Allele verbleiben im Genom einer Spezies, wenn ihre Wirkung erst geraume Zeit nach dem Beginn der Fortpflanzungsfähigkeit einsetzt. Allele die erst in späteren Jahren zerstörerisch wirken, könnten sogar bevorzugt erhalten werden, wenn sie in jungen Jahren die Fitness des Organismus steigern. Dazu gehören möglicherweise Gene für die Herstellung von Geschlechtschromosomen.

 

Eine der Kernaussagen der Evolutionstheorie ist, dass die tauglichen Individuen einer Population - jene, die aufgrund ihrer speziellen Mischung von Allelen in ihrer Umwelt am besten überleben und sich fortpflanzen können - den Genbestand künftiger Generationen auch am stärksten beeinflussen. Zufällige genetische Veränderungen, welche die Fitness verbessern, ermöglichen ihren Trägern mit gewisser Wahrscheinlichkeit, mehr Nachkommen zu haben. Nach einigen Generationen kann das entsprechende Merkmal dann häufiger vertreten sein. Mutationen hingegen, die ihre Träger ausnahmslos vor der Geschlechtsreife sterben lassen, bleiben zwangsläufig von der Vererbung ausgeschlossen.

Die Natur entlaesst die Alten

Beispiel (von Steven Austad von der Harvard-Universität in Cambridge): mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko bei Frauen, an Brustkrebs zu erkranken - vielleicht prädisponiere das für ihre Fruchtbarkeit unerläßliche Hormon Östrogen im Laufe der Zeit für diese bösartige Veränderung des Brustgewebes.

Den größten Teil seiner Geschichte starb der Mensch mit etwa 30-40 Jahren. Erst der Durchschnittsbürger der Industrienationen hat inzwischen eine Lebenserwartung von ungefähr 75 Jahren!

Finch (Universität von Südkalifornien) meint, dass zahlreiche Hormone und andere regulatorische Moleküle ihre Zielzellen schädigen könnten. Bei Nagern jedenfalls steuern Hypothalamus und Hypophyse nicht nur die Funktion der Eierstöcke, sondern scheinen auch zum Altern dieser Organe beizutragen - die ihrerseits im Rückkoppelungsprozess das Altern von Hypothalamus und Hypophyse zu beschleunigen scheinen. Nach Finchs Auffassung belegt dies, dass Altern zumindest teilweise von der Aktivität des Nerven- und Hormonsystems sowie der Wechselbeziehungen zwischen ihnen herrühre.

 

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